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Ich hatte Euch ja noch eine Geschichte versprochen. Nun sind die beiden schlimmsten Klausuren überstanden und ich kann sie Euch endlich erzählen: Die Geschichte von unserem Pfingstausflug. Dass es ein gelungener Trip war, wisst Ihr ja bereits. Und jetzt erfahrt Ihr endlich auch warum
Los ging’s nämlich recht spontan nach einer Geburtstagsfeier um 11 Uhr nachts. Unser Plan sah ja wie folgt aus: Am Abend die uns schon bekannte Strecke bis zur Nordküste hinter uns bringen (Irland ist zwar klein, aber dank der tollen Infrastruktur braucht man doch eeewig um von einem Ort zum nächsten zu gelangen), irgendwo das Zelt aufzubauen (ja, hier ist es erlaubt in der freien Wildnis zu campen), am Morgen bei Sonnenaufgang zu frühstücken, um danach schließlich entlang der Nordküste zur Bushmills Distillery sowie der Rope Bridge zu fahren. Danach sollte es entlang der Ostküste, bis nach Newgrange gehen. Klingt toll gell? Leider sah die Realität dann doch etwas anders aus:
Irland (und besonders der Norden) besteht hauptsächlich aus Privatfeldern, auf denen man natürlich nicht campen darf. Für die erste Nacht haben wir dann aber doch noch ein nettes Plätzchen gefunden – ein Plätzchen direkt am See.
Die zweite Nacht haben wir, ganz unabenteuerlich, auf dem Campingplatz verbracht.
Mit dem Frühstück bei Sonnenaufgang wurde leider auch nichts, da wir erstens um diese Zeit einfach noch viel zu müde zum aufstehen gewesen sind und, zweitens, pünktlich als wir Donnerstag Abend los fuhren, sich das Wetter schlagartig änderte. Aber Abenteurer lassen sich ja von sowas nicht abschrecken!
Die beiden Highlights des Ausflugs waren die Führung durch Bushmills, der ältesten Whiskey Distillery der Welt mit anschließender Whiskey-Verkostung und der Besuch von Newgrange und Knoth, zwei riesigen Ganggräbern aus prähistorischer Zeit.
Bushmills:
Die Führung durch die Distillery läuft während des laufenden Betriebes – d.h. tierischste Wärme und Whiskey-Geruch überall
Frag mich wie die Mitarbeiter das dort von Tag zu Tag aushalten? Aber lecker war der Whiskey schon
Newgrange:
Newgrange, zwei riesige Hügelgräber, die ca. 3150 v. Chr. gebaut wurden, lange bevor die Kelten nach Irland kamen. Und um gleich mal eines der größten Missverständnisse aus der Welt zu schaffen:
Dieses so bekannte Zeichen, ist gar nicht keltisch, denn es stammt von dem Volk, welches Newgrange erbaute.
Aber einfach Wahnsinn: wenn man sich vorstellt, was sie damals für ein Wunderwerk vollbrachten – mit den wenigen Mitteln, die sie zur Verfügung hatten: Tausende von Steinen, die aus einer doch etwas entfernteren Gegend stammen und wohl mit Schiffen über den Fluss nach “Newgrange” gebracht wurden. Die Gräber haben einen Durchmesser von ca. 70 bzw. 80 m! Sie wurden mit der Zeit jedoch durch natürliche Überlagerungen so zugeschüttet, bis nur noch ein Hügel zu sehen waren. Auf Knoth baute eine neue Generation z.B. Häuser auf den Hügel, weil die Aussicht da oben so schön gewesen ist. Wiederentdeckt wurde Knoth letztendlich in den 1960ern und Newgrange bereits im 16 Jh.
2 Kommentare bis jetzt
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ha, da hat sich ein fehler bei dir eingeschlichen
… newgrange wurde tatsaechlich schon im 16. jahrhundert wiederentdeckt, aber knowth erst in den 1960ern…
Kommentar von unterwasserfrosch Mai 20, 2008 @ 10:31 amah, stimmt ja. Da hatte ich schon wieder vergessen, was die nette Dame erzählte
Vielen Dank für den Hinweis
Kommentar von MsMaple Mai 20, 2008 @ 10:45 am